Das breite Tal zwischen zwei Bergrücken ist geprägt von menschengemachten Lebensräumen: Viehweiden, Gräben, Hecken, Streuobstwiesen rund um die Siedlungen unter dem mächtigen Schloß, dessen Ersterwähnung auf das Jahr 1228 datiert wird.

Die Heuneburg, ein eisenzeitlicher Ringwall auf dem westlichen Hügelzug, uralte Handelswege auf beiden Höhen, auch Weinwege genannt, sind die ältesten Spuren der Besiedlung. Dazwischen liegt eine kleinräumige Landschaft, die tatsächlich für eine Vielfalt an Lebensformen, sowohl Tieren als auch Pflanzen, Lebensraum bietet. Wer eine solch strukturreiche Landschaft betrachtet, fühlt sich wohl.

In einer gemeinsamen Aktion der Gemeinde Fischbachtal, des Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald, des örtlichen Geopark-vor-Ort-Teams und der NABU-Ortsgruppe wurde eine Schweizer Wasserbirne (Obstbaum des Jahres 2017) gepflanzt. Seit zwei Jahrenverleihen derGeo-Naturpark Bergstraße-Odenwald und der Verein Streuobstwiesenretter die Auszeichnung „Obstsorte des Jah-res“. So soll hier über die Jahre eine Allee entstehen.

Die Vielfalt in Fischbachtal zeigt sich  vor allem entlang des gleichnamigen Pfades: der Pfad der Vielfalt öffnet den Blick auf die reiche Landschaft und bietet auf 6 Infotafeln entsprechende Erläuterungen - sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Angelegt wurde der 4-km-Pfad von „Fischbachtal kreativ“ auf angenehmen Wegen: ein sehr empfehlenswerter Sonntagsspaziergang.

Infos:
www.fischbachtal-kreativ.org/pfad.html
www.geopark-fischbachtal.org
und den Beitrag der Felsenmeerdrachen: Vielfalt gegen Artensterben!