Burgmauern Burg Breuberg
Bieten Angreifern trutzig die Stirn: die Burgmauern von Burg Breuberg

Ein Besuch auf Burg Breuberg mit „Luigi Castello“ - so der Spitzname von  Ludwig Eckhardt,  ist unsere Empfehlung für Ihren nächsten Odenwald-Ausflug.

Die Burg läd ein zu Entdeckungen aus den Tiefen der Geschichte, und das Burgmuseum birgt unglaublich viele Schätze. Keltische, germanische, römische Funde im Burggraben weisen auf die Besiedlung des Burgberges seit frühester Zeit hin, auch wurden hier viele Pistolenkugeln gefunden, und der Graben wurde als Steinbruch für Bauarbeiten an der Burg verwendet.

Die Ersterwähnung der Burg war im 11. Jahrhundert, seither ist oftmals erweitert und umgebaut worden. Die Burg muß von weitem ein bemerkenswerter Anblick gewesen sein, denn sie war weiß verputzt.

Bis ins 17. Jahrhundert unterstanden die Burgherren direkt dem Reich und hatten daher das Münzrecht. Einer der Burgherren, Graf Löwenstein Wertheim von Breuberg, baute das Hildegardis-kloster, in dem die berühmte Heilerin Hildegard von Bingen wirkte. Weil der Graf eine Frau von Battenberg heiratete, stieg seine Familie zu Fürsten auf.

Folgt man Ludwig Eckhardt durch das Museum, so entdeckt man Unglaubliches: die Sammlung umfaßt neben Bohnenschneidern und alten Fotoplatten die Ritzert-Uhr aus dem Kloster Höchst, römische Funde, Feierabendziegel, Gasthausschilder sowie ansonsten fast alles - ungelogen.

Infos: http://www.burg-breuberg.de
Entfernung vom Felsenmeer: 40 km
Parkplätze direkt unter der Burg, Gastronomie, Museum, Jugendherberge
Führungen März bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen, in den Ferien täglich

M. Hiller, im Mai 2018

Breuberg-Wappen
Das fürstliche Wappen über dem Portal der Burg
Burg Breuberg: Neidkopf
Ein Neidkopf an der Burgmauer: solche grimassenschneidenden Köpfe sollten Zudringlinge einschüchtern - so hier auf Burg Breuberg
Burg Breuberg: Stuckdecke im Casimirsaal - Drachentöterszene
Natürlich darf an der Stuckdecke im Casimirbau eine Drachentöterszene nicht fehlen
Ludwig Eckhardt, Burgführer auf Burg Breuberg
Kaum ist er da, ist er auch schon wieder weg: daher nur halb auf dem Foto! Luigi Castello alias Ludwig Eckhardt, umtriebiger Burgherr... Seine beiden gespannten Zuhörer mußte ich aus Datenschutzgründen mit geschwärztem Gesicht abbilden - was nicht bedeutet, daß man schwarz im Gesicht wird wenn man ihm zuhört!
Burg Breuberg: Schatzkiste
Wunderschön beschlagen: was in dieser Schatzkiste bewahrt wurde, war sicher...
Burg Breuberg: Spielzeugmanufaktur
Eine Spielzeugmanufaktur mit exotischen Figuren: wie heutzutage die Schleichfiguren einst hochbegehrt - auf Burg Breuberg wurden sie hergestellt!
Burg Breuberg: Stuckdecke mit Kot im Casimirsaal
Tüchtig auf die Kacke hauen: auch das stellten die Künstler an der Stuckdecke auf Burg Breuberg dar...
Burg Breuberg: Stuckdecke mit Nixe im Casimirsaal
Eine Nixe mit Fischschwanz an der Stuckdecke des Casimirbaues, Burg Breuberg
Burg Breuberg: Zigarrenwerkzeug
Zigarren wurden in der Gegend früher ebenfalls hergestellt, in dieser Form wurden sie zurechtgeschnitten. Zu finden auf Burg Breuberg...
Burg Breuberg: Ritzert-Uhr
Aus dem Jahr 1858 stammt das Patent des Uhrmachers Johannes Ritzert und Söhne in Groß-Umstadt. Sie war im Glockentürmchen der ehemaligen Schule in Hainstadt und wurde beim Abriß der Schule unter Mithilfe der Feuerwehr ins Museum auf Burg Breuberg gebracht. Diese Uhr ist eine der ersten und kostete damals 470 Gulden.
Hutzelkörbe
In Hutzelkörben trugen die Bauersfrauen früher getrocknete Zwetschgen oder Apfelringe zum Markt, die Früchte wurden Hutzeln genannt. Nach ihnen wurde im Odenwald sogar eine Straße benannt: die Hutzelstraße - zur Info einfach ins Foto klicken!
Burg Breuberg: Feierabendziegel
Feierabendziegel: am Ende des Arbeitstages wurde ein besonders schöner Dachziegel mit Inschrift gefertigt.
Burg Breuberg: Fachwerkeckpfosten
Ein Eckpfosten von einem Fachwerkhaus, gehortet auf dem Dachboden des Museums auf Burg Breuberg
Burg Breuberg: Wirtshausschild
Liebe- und kunstvoll wurden früher die Wirtshausschilder gefertigt. Dieses hier wird auf dem Dachboden des Museums auf Burg Breuberg aufbewahrt
Burg Breuberg: Bohnenschneider
Mit solchen Bohnenschneidern wurden früher die frisch geernteten Bohnen zum Einlegen in feine Streifen geschnitten, zu finden natürlich im Museum der Burg Breuberg
Burg Breuberg: römische Scherben
Natürlich dürfen im Museum der Burg Breuberg römische Funde nicht fehlen, wenn es auch Scherben sind...