Nix für ungut, aber manchmal hilft es erstaunlich gut, mal auf den Kalender zu schauen...

Drahtlose Stromübertragung: Vielversprechendes aus Webern

Eine der ersten Innovationsideen für den ZukunftsGGEWinner-Wettbewerb kommt aus einem kleinen Winkel im Odenwald: aus einem Modautaler Ortsteil, der sich in Sachsenhausen und Frankfurt (links bzw. rechts vom Johannisbach) aufgliedert. Hier, in abgeschiedener Beschaulichkeit, entwickelte Samira Cartara, emeritierte Professorin am Atlantischen Institut für fortschrittliche Technologie und nun im Ruhestand begeisterte Odenwaldbewohnerin, eine revolutionäre neue Technik zur Energiespeicherung. Während normale Akkus für größere Projekte völlig unzureichend sind - zu klein, zu schwer, zu groß, zu schwach, zu gefährlich - kann mit dem von ihr entwickelten Ladegerät ein ZPM für die Versorgung eines Gebiets von der Größe des Ruhrgebietes mit nachhaltiger Energie betrieben werden. Bislang konnte man die wenigen verfügbaren ZPMs nicht nachladen, da sich die erforderliche Technologie für Wissenschaftler aus allen Regionen und Epochen nicht nachgestalten ließ. Bei einem Spaziergang auf dem Modautalrundweg M1 kam Prof. Cartara die entscheidende Idee, und zuhause tüftelte sie so lange, bis die Methode zum Aufladen eines ZPM sich experimentell verifizieren ließ. Ihre Entwicklung ist derart bahnbrechend, daß es sich von selbst versteht, daß weitere Informationen der Geheimhaltung unterliegen. Jedoch hat sich Prof. Cartara bereit erklärt, am Ostersonntag eine Vorführung des aufgeladenen ZPM in ihrem Vorgarten zu präsentieren.

Marieta Hiller, 1. April 2018


Kommunale Misere: nach dem Land Hessen zeigt jetzt auch der Bund Verständnis

Leider kein Scherz: alles was hier fett gedruckt ist, ist Wahrheit! Deshalb gibt es auch keinen aktiven Link zu www.kommunsound.org...

Den letzten beißen die Hunde: so fühlen sich die Städte und Gemeinden als letztes Glied der kommunalen Struktur. Bund, Land und Kreis fordern Steuern, Umlagen, Abgaben, und einer reicht die Forderungen an die Nächstunteren durch. Ganz unten, am Ende der Nahrungskette, stehen die Gemeinden. Darunter gibt es nur noch die Bürgerinnen und Bürger.

Aber eine Gemeinde hat nur drei Geldquellen: Einkommenssteuer, Grundsteuer und Gewerbesteuer.

Die Höhe der Einkommenssteuereinnahmen richtet sich nach den Schlüsselzuweisungen, also wieviele Steuerzahler in einer Gemeinde gemeldet sind. Gewerbesteuer zahlen nur Betriebe mit über 24.500 € Gewerbeertrag. Grundsteuer zahlen alle, Hausbesitzer und Mieter. Das ist jedoch oft viel zu wenig für eine Flächengemeinde mit hohen Kosten für Infrastruktur.

Deshalb hat nun auch der Bund ein Programm für Kommunen entwickelt, denn der Staat ist verpflichtet, Gemeinden mit den Geldmittel auszustatten, die für die vielfältigen kommunalen Aufgaben erforderlich sind. Nach dem Schutzschirmangebot des Landes Hessen folgt deshalb nun ein Paket der Bundesregierung zur Besserstellung der kommunalen Finanzsituation.

Es sind kleine Module, die jedoch insgesamt zu einer Entlastung führen können: so wird z.B. analog zur Autorengesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, kurz GEMA eine kommunale Steuer auf spezielle Klingeltöne für Türklingel, Telefon und Autohupe eingerichtet.

Besorgte Bürger können sich beruhigen: diese Abgabe wir ausschließlich auf eigens zu bestellende Tonfolgen erhoben.

Auf der Internetseite www.kommunsound.org können diese Töne heruntergeladen werden. Vom Triumpfmarsch aus Aida bis zu Helene Fischers Atemlos ist für jeden Geschmack etwas dabei, außer den geschützten Tonsignalen der Rettungsdienste natürlich. Pro Download werden einmalige Gebühren in Höhe von 25 Euro erhoben, dafür darf der Klingelton zeitlich unbegrenzt verwendet werden. Das Gute daran ist, daß für jeden heruntergeladenen Klingelton einmalig 15 Euro an die Wohnortgemeinde gezahlt werden. Die Soundfolgen haben eine Länge von 1,5-2 Sekunden und dürfen dank einer Ausnahmegenehmigung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur BMVI aus mehreren Tönen zusammengesetzt sein.

Wie aber kommt der synthetische Klingelton in Türklingel oder Autohupe? Ganz einfach: sowohl der Verband für Haussicherheit als auch der für KFZ-Fachbetriebe zeigten sich von der Idee begeistert und haben auf ihren Verbandsseiten leicht verständliche und vor allem kostenlose Installationserläuterungen veröffentlicht. Fragen Sie einfach beim KFZ-Betrieb oder Haustüranbieter Ihres Vertrauens nach dem Link.*

Bei einer Pressekonferenz des BMVI am 1. April 2017 wurde das Konzept erstmals vorgestellt, und nach nur einem Jahr ist es nun reif für den Markt. Ab Ostern 2018 wird es bundesweit verfügbar sein, große Werbekampagnen ziehen schon seit dem Jahreswechsel durch die sozialen Medien. Unter dem Motto „hupen statt meckern“ wird hier für mehr Verständnis und Bürgerverantwortung für die Gemeinden geworben. Auf Facebook hatten die Seiten nach nur vier Wochen über 1.500.000 likes und wurden unzählige Male geteilt. Da die Seite www.kommunsound.org erst zum 1. April 2018 freigeschaltet wird, erstickt das BMVI derzeit in Voranfragen von Interessenten.

Die große Nachfrage läßt hoffen, daß den Gemeinden mit diesen jeweils nur 15 Euro ein tragfähiges Sprungbrett zur Wiedererlangung der finanziellen Eigenständigkeit geschaffen wurde.

*Zur Stärkung der lokalen Wirtschaftsbetriebe ist diese Anleitung ausschließlich über ortsansässige Betriebe erhältlich. Auch hier zeigt die Bundesregierung Weitblick, denn eine florierende Wirtschaft ist einer der Grundpfeiler staatlicher Existenz. Kunden anonymer Internetanbieter gehen daher an dieser Stelle leer aus.

1. April 2018 M. Hiller


Steinobstbau im Odenwald

So wird Odenwälder Steinobst von erfahrenen Baumgärtnern gezogen

Der Durchblick-Aprilscherz 2017

Unser Titelfoto zeigt, wie im Odenwald Steinobst gezogen wird. Man hängt an einen jungen Apfelbaum - wobei der Apfel ja bekanntlich zum Kernobst gehört - bestimmte Steine. Es muß jedoch Rosacea-Pomalit aus einem Odenwälder Steinbruch sein. Diesen findet man in der Nacht zum 1. April, sofern die Apfelmännchen im Mondlicht tanzen.  Schlag Mitternacht ruft man ihnen zu „Apfelmännchen zeig mir die schönsten Steine!“ und schon liegt ein prächtiger Rosacea-Pomalit im nassen Gras! Bindet man diesen nun an den Zweig seines Apfelbaumes, so entsteht hier über den Sommer ein ramus lapidem fructum, an dem bereits im selben Herbst wunderschöne Steinobstfrüchte reifen:  Kirschen, Zwetschgen, Mirabellen, manchmal sogar Pfirsiche und Aprikosen. Allerdings darf man dieses Naturwunder erst mit anderen teilen, wenn sich die Nacht zum 1. April erstmals jährt. Der Steinobstbaum auf unserem Titelfoto stand am 1. April 2011 in vollem Steinschmuck, heute dürften dort die herrlichsten Früchte wachsen - schauen Sie nur nach! Die Redaktion wünscht guten Appetit - Marieta Hiller

Jürgen Kaltwasser: „jetzt kriegen wir endlich eine runde Sache“

Der Durchblick-Aprilscherz 2008

Lautertal geht ganz neue Wege im Naturschutz

Angeregt durch die Studie zum „vergessenen Naturschutzgebiet  Felsberg“ des Kasseler Dozenten Karoly Henrich tagte Ende März erstmalig der runde Tisch, der die Interessen des Naturschutzes mit den ökonomischen Bedürfnissen des Lautertales in Einklang bringen soll. Überraschungsgast war Dr. Josef Ackermann, Vorstandsvorsitzender der im Schweizerischen Güllen beheimateten Claire-Zachanassian-Stiftung. „Die Namensgleichheit mit anderen Josef Ackermännern dieser Welt ist ein etwas unglücklicher Zufall, der meiner Arbeit nicht immer förderlich ist“, stellte der hochdotierte Unternehmensberater gleich zu Beginn klar.
Er verbringe seit Jahren seinen Urlaub im Lautertal, das Felsenmeer sei ihm als Freizeitgebiet sehr ans Herz gewachsen. Er habe allerdings im Internet die rege Diskussion um den Naturschutz am Felsberg mit großem Interesse verfolgt und sei zu der Einsicht gekommen, daß hier dringend etwas getan werden müsse. Zum Beweis seines Engagements brachte er einen vierstelligen Scheck aus seiner persönlichen Kasse mit. Seine Stiftung könne sich vorstellen, ein weltweit einmaliges Projekt großzügig zu fördern, das exakt den Stiftungsstatuten entspricht. Die Claire-Zachanassian-Stiftung sieht in ihren Stiftungszielen vor, die moralisch-ethischen Grundlagen unseres Kulturkreises mit allen ökologischen und ökonomischen Belangen in ein ganzheitliches Konzept zu bringen. Dr. Ackermann habe, so führte er aus, bereits erste Vorgespräche im Vorstand der Stiftung geführt, und man sei dort nicht abgeneigt, ein derart prestigeträchtiges Projekt zu unterstützen.

 

Das Projekt: eine Kuppel für Spaß und Freizeit, ein Berg für die Natur

„Die römischen Werkstücke im Felsberg müssen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich bleiben, das Felsenmeer als solches muß als Spaßbereich für Kleine und Große zum Klettern bleiben. Das Ökosystem Felsberg muß vor den zur Zeit extrem schädigenden Eingriffen durch den Massentourismus geschützt werden. Dies sind die Vorgaben,“ führte Ackermann weiter aus. Für seine Stiftung sei dies gerade aufgrund seiner schieren Unmöglichkeit ein strategischer Leckerbissen.

Dr. Ackermann legte nun sein Konzept dar: es gebe in Elmshausen ein großes Gewerbegebiet, dessen Vermarktung aufgrund schlechter Internetmöglichkeiten nur schleppend vorangeht. Es gebe weiterhin am Fachbereich Architektur  der TU Darmstadt eine Gruppe „Experimental-Archäologie“, die seit drei Jahren vergeblich einen Platz sucht, an dem sie ihr ehrgeiziges Projekt verwirklichen kann: den Nachbau des römischen Pantheon (Betonbauweise!) mit den zu römischen Zeiten zur Verfügung stehenden Mitteln und Kenntnissen. Beides wolle er nun zusammenbringen, so Dr. Ackermann.

„Bereits in den ersten drei Jahren aus den roten Zahlen“

Das Pantheon passe thematisch so gut zu den römischen Werkstücken im Felsberg, daß sich die daraus resultierenden Möglichkeiten geradezu aufdrängen: das Projekt sehe vor, die wichtigsten römischen Werkstücke „Riesenschiff“, „Altarstein“, Riesensäule“, „Riesensarg“, „Pyramide“, „geschrammter Stein“ und „Kreisplatte“ sowie einige weitere Stücke, an denen man römische Arbeitstechniken und Bearbeitungsfehler gut erläutern kann, im Museumsteil des neuen Pantheon auszustellen. Ein weiterer Bereich des Pantheon soll einen Klettergarten für Kinder und Erwachsene mit den Felsen des untersten Felsenmeerbereiches beherbergen. Die übrigen Felsen im Felsberg sollen danach der Natur überlassen werden, so daß sich dort nach und nach die ersehnte Ruhe einstellen wird.
Das Pantheon dagegen wird ein touristischer Magnet und eine erhebliche Einnahmequelle für die Gemeinde Lautertal werden.
Wie das Original-Pantheon wird auch die Kupp im Lautertal oben ein Loch haben. Von außen wird die Kuppel begrünt, und im Zentrum wird ein Glas-Aufzug nach oben durch das Loch führen. Dort startet die Allwetter-Rodelbahn, die rundherum um die Kuppel nach unten  verläuft.
Auch um die ungünstige Erreichbarkeit des Areals mit öffentlichen Verkehrsmitteln - im Sinne des Umweltschutzes sollte dies an allen touristischen Zielen oberste Priorität haben - sieht das Konzept von Dr. Ackermann eine Kleinbahn vor, die sich von der Bushaltestelle an der Nibelungenstraße durch die Wiesen der Lauter schlängelt. Unterwegs soll es Haltepunkte an ökologisch besonders interessanten Punkten geben, wo Informationstafeln aufgestellt werden.
Zum Schluß seiner Ausführungen signalisierte Dr. Ackermann den sprachlos am runden Tisch Sitzenden gute Aussichten auf Genehmigung dieses Projektes durch die Claire-Zachanassian-Stiftung sowie im Anschluß daran einen zügigen Ablauf in der Realisation. Um diese Realisation innerhalb von zwei Jahren - so schätzt Dr. Ackermann den Zeitbedarf ein - sofort nach Genehmigung in Angriff nehmen zu können, bat er zum Schluß alle Anwesenden um konstruktive Beiträge, welche Elemente dem Konzept weiterhin zugefügt werden könnten. Auch die Öffentlichkeit möchte er an dieser Stelle zur Mitarbeit aufrufen. Die Finanzierung des Projektes werde einerseits durch komplette Kostenübernahme seitens der Stiftung gewährleistet, für die laufenden Kosten stelle die Stiftung solange ein zinsloses Darlehen zur Verfügung, bis die Einnahmen der touristischen Attraktion in die schwarzen Zahlen komme. Dies müsse nach seinen Schätzungen innerhalb der ersten drei Jahre der Fall sein, so Ackermann. (aa)

Geographisches Informations-System des Kreises Bergstraße (Bürger-GIS) wird erweitert

Der Durchblick-Aprilscherz 2007

 

Sehr gut eingeführt hat sich auf der Homepage des Kreises Bergstraße www.kreisberg-strasse.de dieser Service für die Bürger, mit dessen Hilfe man sich Katasterkarten in einer Auflösung bis zu 5 Meter pro Zentimeter ansehen und ausdrucken kann. Jede Straße, jedes Bauwerk, jede Quellfassung, besondere landschaftliche Marken sind darin verzeichnet. Für Bürger, aber auch Investoren und Planer sind die interaktiven Stadtpläne aus den Bereichen öffentliche Einrichtungen, Kultur und Freizeit, Naturschutz, Luftbilder, Bauleitplanung u.a. ein nützliches Instrument.

 

Das Bürger-GIS umfaßt das gesamte Kreisgebiet mit Stadtplänen und Luftbildern, die Flächennutzungspläne der Kommunen, die Bebauungspläne und Planungssatzungen der Kommunen, Infos zu Naturpark, Geopark und Wanderparkplätzen, Solarenergiestandorte und vieles mehr. Es stellt, wie auf der Homepage erklärt wird "keinesfalls ein abgeschlos- senes Projekt dar. Es wird Zug um Zug mit weiteren Daten gefüllt. Im Zeitalter des Internets und damit einer zukunftsorientierten modernen Arbeitsweise, ist es unverzichtbar, dem Bürger flächenbezogene Daten graphisch anschaulich und allgemein verständ- lich in einem Geographischen Informations System zu präsentieren. Der Gang zur Behörde oder zeitaufwendiges Telefonieren gehört der Vergangenheit an. Ein direkter und schneller Zugriff auf die dargestellen Daten zu jeder Zeit ist garantiert. Dies wirkt sich positiv bei der Durchführung Ihrer privaten Bauvorhaben aus. Planungsprozesse können ohne große Zeitverzögerung aufgrund der notwendigen Recherche der relevanten Daten erfolgen. Die Fehlerquote beim Zusammentragen der Daten wird minimiert und hierdurch die Qualität Ihrer Planung erhöht.

Geographische Informationssysteme gelten als zukunftsorientierte Zentralen im kommunalen Bereich." Neues Werkzeug für Bauherren ab April Ein weiteres äußerst nützliches Werkzeug wird am 1. April aufgeschaltet: dann wird nicht nur das eigene Grundstück mit dem Grundriß der umliegenden Gebäude sichtbar, son- dern man kann am Bildschirm das eigene Bauprojekt einfügen und bearbeiten. Ein besonderer Service des Bürger-GIS ist dabei die Eintragung aller Versorgungsanschlüsse, also Gas, Wasser, Abwasser, Stromzuführung, Kabel etc. Dies ist besonders auch für bereits bestehende Bauwerke sinnvoll, denn bei Umbauvorhaben läßt sich so schnell ablesen, wo die Anschlüsse ins Gebäude führen. Selbst das Umstellen von Möbeln wird so leichter, denn im Bürger-GIS gibt es ab 1. April ein pfiffiges CAD-Programm zum Downloaden, mit dem man am Bildschirm seine Räume umgestal- ten kann. Diese 3-D-Wohnraumplanung gibt es bereits in Küchenhäusern und bei Bad- Ausstattern, jetzt läßt sich dies bequem zuhause im Kreis der Familie gestalten. Die Auflösung der Katasterkarten wird dazu nochmals erhöht, so daß man Bauwerke bild- schirmfüllend anzeigen kann. Die Räumlichkeiten werden angezeigt, so daß man für jeden Raum einen Einrichtungsplan erstellen kann. In der Toolbar von Bürger-GIS gibt es eine Auswahl an Norm-Möbeln, die individuell verändert werden können, bis die optimale Raumgestaltung gefunden ist. Dieser Service des Kreises Bergstraße ist kostenlos und mit jedem Internet-Zugang abrufbar. Eigene Einträge allerdings werden nicht gespeichert, man braucht also nicht zu befürchten, daß der Nachbar schon die neue Einrichtung sieht, bevor sie gekauft ist. Bedenken, daß damit wieder ein Schritt hin zum "gläsernen Menschen" gemacht worden ist, entkräftigt man im Landratsamt in Heppenheim: "in den Unterlagen zum Bürger-GIS sind ausschließlich öffentlich zugängliche Daten enthalten." Am letzten Märzwochenende legt das Programmierteam Sonderschichten ein, so daß am späten Sonntagnachmittag der neue Service für die Bürger zugänglich sein sollte, dies wird in einem Informationsschreiben des Kreises zugesagt. (aa)

Felsenmeer bald auch für Kinderwagen und Rollstühle zugänglich

Der Durchblick-Aprilscherz 2006

Wer die Sehenswürdigkeiten des Felsenmeeres besichtigen möchte, muß bislang gut zu Fuß sein. Ganz ohne Treppenstufen oder Kletterei sind viele der schönsten Naturfelsformationen nicht zu erreichen. Für Gehbehinderte ist der Hauptstrom des Felsenmeeres nur vom Parkplatz Römersteine mit einem Anmarsch von fast 30 Minuten zugänglich, auch Familien mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer haben nur diese eine Möglichkeit.

Bereits 1999 wurden Gespräche mit dem damaligen Gemeindevertreter Matthias Wilkes, heute Landrat des Kreises Bergstraße, und anderen geführt, um eine Verbesserung dieser Situation zu erzielen. Inhalt war damals die Errichtung einer Seilbahn. Jetzt endlich konnten konkrete Fortschritte erzielt werden: eine Düsseldorfer Firma, die sich auf Sessellifte und Transportseilbahnen spezialisiert hat und zugleich eine eigene Betreibergesellschaft als Tochter hat, konnte für das Projekt interessiert werden. Aufgrund neuer EU-Fördertöpfe zur Stärkung des Tourismus bietet diese Firma dem Naturpark Bergstraße-Odenwald an, alle Formalitäten von der Beantragung der Fördergelder bis hin zur Baugenehmigung zu übernehmen. Als Gegenleistung möchte sie den Gewinn der ersten zehn Betriebsjahre, danach kann die Anlage in den Besitz des Naturparkes über- gehen, kann jedoch auch weiterhin von der Düsseldorfer Betreiberin geführt werden. Zu den technischen Einzelheiten äußerten sich die Düsseldorfer so: die Richtlinien für den Bau und Betrieb von Sesselliften (ein 57-seitiges Regelwerk) schreiben bestimmte Sicherheitsmaßnahmen vor, die sich jedoch im Felsenmeer leicht umsetzen lassen. So ist die minimale Bodenfreiheit für Sessellifte von 2,5 Meter an jeder Stelle gut gewährleistet. Mit nur drei Stützen mit Betonfundamenten kann die Seilbahn über das gesamte Felsenmeer geführt werden. Die unterste soll auf dem großen Parkplatz am Fuß des Felsenmeeres errichtet werden, in der Mitte an der Brücke die zweite, und die oberste Stütze wird oberhalb des Altarsteines errichtet, wo ein ausreichend großer Platz für die Wendescheibe der Seilbahn zur Verfügung steht. An dieser Stelle kreuzen sich mehrere Wanderwege, der Parkplatz "Felsberg" ist nur 5 Minuten Fußweg entfernt. Mit einer Geschwindigkeit von 2 Metern pro Sekunde bewegen sich die Sessel, ergänzt durch zwei Lastenbühnen für Kinderwagen oder Rollstühle, hinauf und hinunter. Ein spezieller geschlossener Transportkorb ermöglicht es den Betreibern des Kiosks an der Riesensäule, bequem ihren Verkaufsbedarf von Reichenbach hinauf zu transportieren. In einem Schreiben vom 23. März 2006 leitete der Naturpark Bergstraße-Odenwald das Angebot der Düsseldorfer Firma an die Anrainer-Gemeinden, also auch an die Gemeinde Lautertal.

Landrat und Naturpark-Vorsitzender Matthias Wilkes, dem die touristische Zukunft Lautertals sehr am Herzen liegt, schreibt in einem begleitenden sehr persönlichen Schreiben, "das Felsenmeer ist eine Perle im Nibelungenschatz, die mit einer solchen Anlage zum Glänzen gebracht werden kann. Eine Chance, wie sie die Firma (Name geschwärzt, die Red.) aus Düsseldorf bietet, dürfen wir nicht ungenutzt lassen. Touristische Bahnen und Lifte gerade auch in Mittelgebirgen wie dem Schwarzwald oder der sächsischen Schweiz erwiesen sich sofort als Touristenmagnet und als umsatzträchtige Investition für die Betreiber. Manche Schwarzwaldgemeinde finanziert über die Bahneinnahmen ihre gesamte Tourismuswerbung." Bürgermeister Kaltwasser meinte in einer ersten Stellungnahme zu dem Schreiben: "da müssen wir alle Reibereien außen vor lassen und zugreifen. Ich werde das Thema bei der nächsten Gemeindevorstandssitzung auf den Tisch bringen, so daß wir im Juni bei der ersten Gemeindevertretersitzung nach der Konstitution im April bereits darüber diskutieren können." (aa)

 

 

Lautertaler Gewerbe-Initiative: Designer-Haarschnitt am PC

Der Durchblick-Aprilscherz 2005

Synergie-Effekte nutzen ist die Devise der herrschenden Wirtschaftslage. Was lag da näher als der Zusammenschluß mehrerer findiger Lautertaler Firmen zu einer genialen Geschäftsidee: ein Softwaredienstleister, der sich vor zwei Jahren auf dem ehemaligen Ciba-Gelände angesiedelt hat, die Elmshäuser Farb- und Stilberaterin Astrid Hoffmann sowie Friseurmeisterin Heike Schanz vom Salon Haarmonie Gadernheim entwickelten gemeinsam ein völlig neuartiges Produkt, das dem Trend des "Von-Zuhause-Einkaufens" folgt. Es handelt sich dabei um eine spezielle Software für den heimischen PC, die auf CD in allen Lautertaler Friseur- und Kosmetiksalons erhältlich ist. In einem umfangreichen Begleitbuch ist die Handhabung Schritt für Schritt erläutert. Man scannt zunächst ein Foto von sich selbst ein (wer nicht über einen Scanner verfügt, kann sich übrigens per Digitalkamera im Fotogeschäft ablichten lassen und das Foto als jpg-Datei mit nach Hause nehmen).

Anhand einer Datenbank von über 1000 verschiedenen Frisuren wählt man aus, was man sich für sein eigenes Outfit wünscht. Die Software legt diese Auswahl nun über das eigene Foto und paßt die gewünschte Frisur optimal an. Sollte nun eine Auswahl absolut nicht zu Ihrem Gesicht passen, so erscheint eine Warnung auf dem Bildschirm. Haben Sie schließlich Ihre optimale Frisur gefunden, geht es an die Ausführung. Über den USB-Port Ihres PCs läßt sich ein neuentwickelter Handapparat steuern, der mittels Vierquadranten-Dreiachsen-Vibrationsauslöser direkte Impulse in Ihre Hand sendet. Sie müssen diesen Impulsen nur noch mit dem Handgerät folgen (Cyberglove oder Datenhandschuh). Die gewünschte Haarlänge wird mittels eines automatisch arbeitenden pneumatischen Hubwerkes gesteuert, die Versorgung der Drucklufterzeugung erfolgt ebenfalls über den USB-Port. Das intelligente Gerät für den bequemen Haarschnitt zu Hause am PC heißt "CyberCut ®" und ist sofort betriebsbereit. Voraussetzung ist als Betriebssystem Windows 2000, Version 1.4.

Da unsere Redaktion sich stets darum bemüht, daß Einkäufe vor Ort und in den Lautertaler Geschäften getätigt werden, lag für uns natürlich die Frage nahe, ob dieses neue Home-shopping-Angebot nicht zu einer Austrocknung der Umsätze in den Geschäften führe. Einstimmig erhielten wir von Frau Schanz und Frau Hoffmann sowie in weiteren Lautertaler Salons die Antwort: "nein, das schadet unserem Betrieb nicht im geringsten. Die Kundinnen und Kunden nehmen auf allen Gebieten immer stärker die Möglichkeit in Anspruch, bequem von zuhause aus einkaufen zu können, am Feierabend, ohne Gedränge und Wartezeiten. Wir haben für unsere Betriebe vorgesorgt: von jedem verkauften Exemplar erhält jeder Betrieb, der an der Entwicklung beteiligt war, einen guten Prozentsatz, und alle anderen Betriebe haben am Verkauf der Geräte mit Software ihre Provision. Wir haben keinen einzigen Lautertaler Betrieb gefunden, der dieses neue Produkt nicht in sein Angebot aufnehmen wollte."

Bestandteil des dazugehörigen Booklets ist eine Farb- und Stilberatung, die anhand von Farbflächen, die am PC um das Gesicht gelegt werden, deutlich macht, welche Farbskala Ihren Teint besonders unterstützt und welche Farben Sie besser nicht tragen sollten. Geplant ist ein Akkugerät für den Laptopbetrieb, damit Geschäftsreisende ihrem Aussehen vor wich- tigen Meetings den letzten Schliff geben können. Weiterhin ist als Zusatzkomponente der Cybercurl-Aufsatz in der Entwicklung. Über einen 3D- Impulswandler - wiederum aus dem USB-Port versorgt - kann das Haar durch schondende Wärmestrahlung in herrliche Locken gelegt werden. Allergieauslösende Chemie fällt damit weg, wodurch der Cybercurl auch für Hairstylistinnen attraktiv wird, die dann ihrem Beruf ohne Haut- und andere Erkrankungen nachgehen können. (aa, hgh, mh)

Geopark-Infozentrum: ganz neuer Aspekt aufgetaucht

Der Durchblick-Aprilscherz 2004

Nachdem sich die Gemeinde Lautertal als etwas unsicherer Partner erwies, was Standort und Realisierung des Infozentrums am Felsenmeer betrifft, konnte der Naturpark Bergstraße Odenwald aufgrund eines äußerst glücklichen Zufalls eine andere aktuelle Entwicklung im Lautertal für sich nutzen. Seit Januar 2003 nämlich laufen zwischen der Gemeinde Lautertal und der kanadischen Investorengruppe First, April & Joke Verhandlungen über ein Wellness-Zentrum in Schannenbach. Bereits im Oktober ging man einen Vertrag ein, der zunächst den Ausbau der K 56 vorsah. Diese Arbeiten wurden im Februar 2004 in Angriff genommen, weshalb Autofahrer zwischen Gadernheim und Kolmbach zur Zeit des öfteren Wartezeiten an der Baustellenampel im Kauf nehmen müssen.

n einem informellen Gespräch klärten Bürgermeister Kaltwasser, Naturpark-Vorsitzender Reinhard Diehl und Frau Dr. Jutta Weber - ebenfalls vom Naturpark - die grundlegenden Fragen. Obwohl noch zahlreiche Punkte erörtert werden müssen, zeigte dieses Gespräch doch, daß ein Umschwenken vom Felsenmeer nach Schannenbach prinzipiell für alle Beteiligten vertretbar ist, und das Naturpark-Team ergriff die Chance auf eine sicherere Alternative.
"Da wir in den vergangenen zwei Jahren bereits sehr viel Energie und Aufwand in das Projekt Infozentrum Felsenmeer gesteckt und uns dadurch im Gesamtrahmen des Geopark-Gebietes auf das Lautertal festgelegt haben, schien uns Schannenbach die geeignete Lösung. Alles deutet darauf hin, daß sich eine Realisierung des Infozentrums hier reibungsloser erarbeiten läßt," so Frau Dr. Weber vom Naturpark. Zumal es zum Standort am Felsenmeer bereits eifersüchtige Reaktionen aus anderen Ortsteilen gegeben hatte, wohingegen die Schannenbacher dieser Entwicklung sachlich und souverän gegenüberstanden, scheint diese neue Lösung die bessere zu sein. Neben dem Ausbau der Zufahrt zum geplanten Wellnesszentrum in Schannenbach legt die Investorengruppe First, April & Joke allerdings auch großen Wert auf die Wieder- nstandsetzung des Schannenbacher Hochmoores. "Zu einem gesunden Menschen an Körper, Geist und Seele gehört ein Stück intakte Natur. Wir haben uns bewußt für das Odenwalddorf Schannenbach entschieden, weil es dort das Hochmoor gibt. Jedoch sehen wir erheblichen Handlungsbedarf, bis diese Naturfläche den Vorstellungen erholungsbedürftiger Wellnessfreunde - die unsere Investorengruppe sich zu eigen gemacht hat - entspricht. Es sollte aber kein Problem sein, die Fläche bis zur Fertigstellung unserer Wellness-Anlagen in einen akzeptablen Zustand zu versetzen," so Dr. H. H. Witzmann, der zuständige Projektleiter von First, April & Joke für Deutschland. Nachdem der Vertreter der Investorengruppe in einem Gespräch mit den Aktionsträgern vor Ort, also NABU, Vogelschützer, Naturpark und der Landesgeologischen Dienststelle Wiesbaden erwähnte, daß es bei der kanadischen Gruppe einen speziellen Fonds für die Instandsetzung von Naturschönheiten gibt, aus dem auch für das Schannenbacher Projekt Mittel flüssiggemacht werden könnten, wurde die Instandsetzung des Hochmoores im Schannenbacher Ortsbeirat auf Platz 1 der Tagesordnung gestellt. Ein erstes Gutachten vom Februar 2004 zeigt gute Chancen auf, das Hochmoor innerhalb von zwei Jahren wiederherzustellen. (aa)

Studie des HOGA Nordfriesland: Infraschall macht durstig

Der Durchblick-Aprilscherz 2003

Eine aktuelle Studie der wissenschaftlichen Außenstelle der Universität Hamburg in Husum ergab kürzlich überraschende Ergebnisse. Bereits der Auftraggeber wirkt etwas unkonven- tionell: keine Entwicklungsabteilung eines großen Technikunternehmens, sondern der Hotel- und Gaststättenverband Nordfriesland veranlaßte die Husumer Außenstelle zu die- ser Studie. Der Grund liegt in der nicht endenden Diskussion um das Für und Wider von Windkraftanlagen.

Zahlreiche deutsche Tourismusverbände und die meisten HOGA- Landesverbände sprachen sich in den letzten Jahren entschieden gegen die Errichtung sogenannter Windenergieparks aus, da diese die Besucher vergraule, die die jeweilige Region so dringend brauche. In Nordfriesland wollte man dies nicht so ohne weiteres unge- prüft von den Kollegen anderer Bundesländer und Kreise übernehmen. Hier nämlich gehö- ren nicht wenige der im HOGA organisierten Gastronomen selbst zu den Windkraft- Investoren, und so wäre man leicht in einen Interessenkonflikt geraten. Aus diesem Grund beschloß die Mitgliederversammlung im August 2002 eine wissenschaftliche Prüfung aller den Tourismus betreffenden Aspekte von Windenergieparks. Das Ergebnis der Studie brachte verblüffende Erkenntnisse: nicht nur fühlen sich Touristen von den monströsen Windrädern magisch angezogen, sofern sie selbst nicht in der Nähe solcher Anlagen wohnen. Eine umfassende medizinische Untersuchung der Wirkung von Rotorblättern auf den menschlichen Organismus erbrachte, daß der von Windanlagen erzeugte - für das menschliche Ohr unhörbare - Infraschall sehr wohl auf das Wohlbefinden einwirkt. Daß Infraschall empfindliche Menschen beeinträchtigen kann, steht seit längerem außer Frage. Doch die HOGA-Studie ergab etwas ganz Überraschendes: der speziell von Windkraftanlagen erzeugte Infraschall wirkt auf das Kleinhirn stimulierend. Im Kleinhirn werden die menschlichen Grundbedürfnisse wie Angst, Freude, Hunger, Müdigkeit usw. gesteuert. Der Windanlagenschall erzeugt eindeutig ein Durstgefühl. Im Doppelblindversuch mit einer schallisolierten Kontrollgruppe, die die Windräder nur sehen, aber weder hören noch spüren konnte, wurde das Ergebnis anschließend bestätigt. Die Kontrollgruppe verspürte keinen Durst, während die Testgruppe sich sofort nach Beendigung der medizinischen Analyse über die zur Verfügung gestellten Getränke her- machte. Dies verblüffte die am Test beteiligten Wissenschaftler ebenso wie die Probanden, die auf Befragung antworteten, daß sie nun am liebsten ein frischgezapftes kühles Blondes trinken würden. Buttermilch und Pfefferminztee dagegen schnitten eher schwach ab. Hellhörig wurden auf diese Studie hin nicht nur die Auftraggeber aus dem Gastronomiebereich, sondern vor allem auch zwei große Brauereien, in deren Investitionshaushalt noch Spielraum ist. Nach Veröffentlichung der Windkraftstudie im monatlichen Wirtebrief des HOGA Nordfriesland im Oktober 2002 und in verschiedenen medizinischen Fachzeitschriften konnte die Windanlagenbranche bereits verstärkte Anfragen verzeichnen. (aa)