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Die Lärmfeuer sind eine Signalmethode, die vermutlich schon auf die Erfindungskunst der alten Römer zurückgeht, die in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt in der Provincia Germania lebten.

Lärmfeuer 2019: am 30. März

An zahlreichen Orten im Odenwald wird es an diesem Abend Feuer mit Veranstaltungen geben...

Lärmfeuer der letzten Jahre und Nachberichte, Fotos und Zeitungsmeldungen
Mitmachen: alles was Sie wissen müssen!
Signalstrecke durch ganz Deutschland
Friedrich Höreth, der Entdecker der Lärmfeuer
Seit wann gibt es die Lärmfeuer?
Gefahr in der Luft - eine Zeitreise
Kommunikation
Feuer und Revolution
sind die Lärmfeuer römischen Ursprungs?

Der Termin für die Odenwaldweiten Lärmfeuer ist immer am letzten Samstag der Winterzeit!

Fotos und Nachberichte der Lärmfeuer 2018

Märchenhaftes Beleuchtungs-Schauspiel auf dem Greiner Eck:
https://www.rnz.de/nachrichten/region_artikel,-greiner-windpark-neckarsteinach-lichterschauspiel-statt-laermfeuer-_arid,347508.html ein echter Hingucker!

Ober-Ramstadt: Ein voller Erfolg dieses Jahr! Wir freuen uns auf‘s nächste !
https://www.czeko.de/funkenbrennen-laermfeuer-ober-ramstadt-odenwald/blog/index.html

Das Lärmfeuer 2018 ist bei uns in Weiten-Gesäß sehr gut verlaufen. Dank an die Wetterverantwortlichen!!!

Gemütlich wars am Lärmfeuer auf der Raidelbacher Höhe mit Lagerfeuermusik

 

Das Feuer brennt: Lärmfeuer 2018 in Weiten-Gesäß

 

 

Lärmfeuerturm 2018 Ober-Ramstadt
Lärmfeuerturm von oben: 2018 Ober-Ramstadt
Das Lärmfeuer brennt: 2018 Ober-Ramstadt
Aufbau bei herrlichem Wetter: Lärmfeuer 2018 in Weiten-Gesäß
Angezündet: Lärmfeuer 2018 in Weiten-Gesäß
Lärmfeuer 2018 auf der Raidelbacher Höhe
Feuerstapelei des HVB Balkhausen
Stockbrot beim Lärmfeuer 2018, HVB Balkhausen
Lärmfeuer 2018 beim HVB Balkhausen
Gadern 2018: das Lärmfeuer brennt
Lärmfeuer 2018 in Gadern mit vielen Besuchern
Lärmfeuer 2018 in Gadern: vor dem Ansturm auf das Stockbrot
Böllerschießen in Hippelsbach am Lärmfeuer 2018
Historisches beim Lärmfeuer 2018 in Hippelsbach
Das große Lärmfeuer 2018 in Hippelsbach
Posaunenchor am Lärmfeuer 2018 in Hippelsbach
Lärmfeuer 2018 in Lauten-Weschnitz: Fröhliche Gästeschar
Hoch loderndes Lärmfeuer 2018 in Lauten-Weschnitz

Aus Hippelsbach: "Es war ein toller Abend, bei gutem Wetter. Die Veranstaltung war wie immer gut besucht und es hat alles prima geklappt."

Aus Balkhausen: "Am Samstag Morgen wurde ab 9:00 Uhr der rund 4m hohe Holzstapel von vielen fleisigen Helfern aufgebaut. Gegen 18:00 Uhr strömten wieder die ersten Besucher auf den Festplatz und versorgten sich mit leckerem Essen und kühlen Getränke. Um 18:45 Uhr leuchte auf dem Nachbarhügel die Feuerkette auf, worauf der Herold den Alarm zum Anzünden des eigenen Lärmfeuers rief. In der letzten Dämmerung zündet der Holzstoss komplett durch. Dank der frühen Zeit vor der Uhrumstellung belagerten viele Familien auch das kleinere Feuer für Stockbrot. Gegen 02.00 Uhr verloschen die letzten Flammen des großen Feuers."

Gadern meldet: "durch die noch  winterlichen Temperaturen und die nassen Tage der letzten Wochen kamen bei dem diesjährigen Lärmfeuer weniger Besucher auf die Gaderner Höhe. Nach der Begrüßung und Informationen über die Lärmfeuer der früheren Zeiten wurde der Alarm ausgelöst und die Fackelträger hatten keine Mühe beim Anzünden des Feuers, da der Wind für genug Sauerstoff sorgte. Geschützt vom Ostwind durch Strohballen wurden rund um das Lagerfeuer bei der Gaderner Hütte gefeiert und  interessante Gespräche geführt. Der Glühwein, der feurige Eintopf und die Grillwurst sorgten für die innere Wärme. Das Stockbrotbacken wurden bei diesen Temperaturen von den Kindern und Erwachsenen auch gerne angenommen. So bleib der eine oder andere Besucher doch etwas länger."

Aus Lauten Weschnitz: "Unser Lärmfeuer war wieder ein voller Erfolg, an dem ca 250 Personen teilnahmen. Aus Rücksicht auf kleine Kinder und Hunde haben wir dieses Jahr das Anböllern schon vorgelegt, was gut ankam. Wir freuen uns schon wieder auf nächstes Jahr MfG Manuel Schaab"

 

Fotos und Nachberichte vom Lärmfeuer 2017

Sonnenuntergang vor dem Lärmfeuer in Gadern 2017
Lärmfeuer in Vielbrunn 2017
Lärmfeuer in Vielbrunn 2017

Viele tolle Fotos von einer Odenwaldweiten wundervollen Veranstaltung!

Vielbrunn: das Wetter war gut (vielleicht ein wenig zu kalt und für unser Zelt zu windig), der Andrang war groß (um die 300 Besucher), leider das Feuer (auch wegen des Windes) zu schnell abgebrannt. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!!!

Ober-Ramstadt: super Wetter und wirklich viel Zuschauer (geschätzt zwischen 3000 u. 4000)!
Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, wieder kleiner und am Naturfreundehaus. Solch eine Großveranstaltung kann man nur alle 3-4 Jahre machen...

Rothenberg: unsere Veranstaltung war sehr gut besucht. Superwetter! - Der recht böige Wind machte uns morgens noch etwas Sorgen, aber zum Abend hin war es zum Glück etwas abgeflacht. Feuerkünster Jeremy hatte allerdings wieder ganz schon mit Böen zu kämpfen. Da wir sehr viele Gäste mit kleinen Kindern haben, freuen wir uns daß der Termin 2018 wiederum in die Winterzeit fällt.

Neutsch: das Wetter war echt genial, wir hatten wieder super Zulauf von Nah und Fern. Wir schätzen es waren so 400-500 Menschen! Würste und Flammkuchen waren komplett ausverkauft. Die ersten kamen bereits um 18.00 Uhr und die letzten gingen ca. um 23.00 Uhr. Neutsch kann sich nicht beklagen, wir hatten ein super Lärmfeuer!

Gadern: sehr zufrieden! Trotzt kalter Witterung kamen wieder ca. 400  Besucher auf die Gaderner Höhe, um bei einem sehenswerten Sonnenuntergang das Anzünden des Lärmfeuers mit zu verfolgen.
Nach der Begrüßung und Informationen über die Lärmfeuer der früheren Zeiten wurde der Alarm durch eine Holzfanfare ausgelöst. Schwedenfeuer  beleuchteten den Weg  von der Gaderner Hütte zur Feuerstelle. Die Fackelträger hatten keine Mühe beim Anzünden, da der Wind für genug Sauerstoff sorgte. Die Gaderner Hütte und das Lagerfeuer wurden durch einen Schutzwall mit Strohballen vom kalten Ostwind geschützt. Viele Kinder und Erwachsene labten sich an feingewürztem Stockbrot am Lagerfeuer und an gegrilltem Speisen und Getränken. Musikalisch umrahmt wurde das Brauchtumsfest durch den Alphornspieler Harald Bergmann.

Lauten-Weschnitz: unser Lärmfeuer wurde besser besucht als gedacht, da eine große Anzahl an unseren Stammbesuchern auf einer anderen Veranstaltung waren (kikerik Theater in Rimbach), trotzdem fanden ca 250 Leute zu uns auf die Höhe. Wir hatten dieses Jahr eine Besonderheit: zwei Böllerschützen läuteten gegen 20 Uhr mit vier Kanonenschlägen die Entzündung ein, was sehr große Begeisterung bei den Zuschauern auslöste. Wir waren sehr zufrieden und am Ende fast ausverkauft.

Mossau: ein voller Erfolg! Die Atmosphäre, das Wetter und viele, viele Besucher in Mossautal sprechen für sich.

Hippelsbach: es war ein toller Abend, tolles Wetter, toller Besuch, alles prima.

Lautertal: sehr stimmungsvoll war die Fackelwanderung mit Marieta Hiller, bei der eine kleine ausgewählte Gruppe von Teilnehmern interessante Details über alte Kommunikationswege, über die Römer und ihre Lärmfeuer erfuhren.

Der Termin für die Odenwaldweiten Lärmfeuer ist immer am letzten Samstag der Winterzeit!

Böller zum Lärmfeuer in Hippelsbach 2017
Alphorn beim Lärmfeuer in Hippelsbach 2017
Lärmfeuer in Hippelsbach 2017
Lärmfeuer in Gadern 2017
Lärmfeuer in Gadern 2017
Jagdhornbläser beim Lärmfeuer in Hippelsbach 2017
Lärmfeuer in Lauten-Weschnitz 2017
Lärmfeuer in Neutsch 2017
Lärmfeuer in Ober-Ramstadt 2017
Lärmfeuer in Ober-Ramstadt 2017
Lärmfeuer in Ober-Ramstadt 2017
Lärmfeuer in Ober-Ramstadt 2017
Lärmfeuer in Lauten-Weschnitz 2017
Lärmfeuer in Hippelsbach 2017
Lärmfeuer in Rothenberg 2017
Lärmfeuer in Rothenberg 2017
Lärmfeuer in Rothenberg 2017
 
Lärmfeuer auf dem Auerbacher Schloß
Foto: Traudel Kredel-Walther
v.l.n.r.: Miltenbergs 2. BGM Wolfgang Klietsch, Dr. Peter W. Sattler und Helmut Mehling

Friedrich Höreth - der Entdecker der Lärmfeuer

Friedrich Höreth, einer der bekanntesten Odenwälder Heimatforscher und sozusagen "Altvater" der Lärmfeuer, hat uns unersetzliches Wissen über den Einsatz der Lärmfeuer erhalten: nur durch ihn wissen wir ja urkundlich von den Lärmfeuern im Odenwald, weil er alte Urkunden im Grafenhaus zu Erbach (er war dort zeitweise Archivar) in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts abgeschrieben hat - Urkunden, die  am 11. auf den 12. September 1944 im Staatsarchiv in Darmstadt in der Bombennacht restlos vernichtet worden sind - und weil er auch zuvor schon Veröffentlichungen auf dieser Urkundenbasis gemacht hat.
Von Höreth stammt auch die Karte mit der historischen Signalfeuerkette im Buch "Was uns der Odenwald erzahlt, Band I, Darmstadt 1952, S. 44.
Friedrich Höreth war Lehrer in Mümling-Grumbach und starb 1969 daselbst. Ich kannte ihn gut, auch der ehemalige Landrat Horst Schnur, er war Schüler von Höreth. Friedrich Höreth kam eines Tages zu meinem Vater ins Forsthaus in Mümling-Grumbach (er war dort Revierförster) und fragte  ihn, wie alt eine Kiefer (im Odenwald heißen die Kiefern ja "Danne") werden könne. Ich erinnere mich noch genau daran und war damals schon an der Heimatkunde interessiert. Höreth sagte damals zu meinem Vater gesprächsweise weiter:  man habe einen eisernen Ring an einem solchen Baum entdeckt (inzwischen hat sich herausgestellt, daß der damalige Fragesteller kein anderer als Helmut Mehling aus Miltenberg war!), der darauf hindeute, dass er im Dienst eines Signalbaums gestanden habe. Dr. Peter W. Sattler

Seit wann gibt es die Lärmfeuer?

Die Befeuerung der Odenwaldberge zum Zweck der Signalgebung geht sicherlich in vorgeschichtliche Zeiten zurück. Auch die Römer benutzten dieses optische Kommunikationssystem aus Licht und Rauch vermutlich bereits, um es zwischen den Wachttürmen am Limes und zu den Kastellen im Hinterland einzusetzen. Auch in den Kriegen des 16., 17, 8nd 18. Jahrhunderts wurden die Lärmfeuer auf den Bergen des Odenwaldes wieder gezündet, desgleichen in den Revolutionsjahren anfangs und Mitte des 19. Jahrhunderts. Ein 502 Metzer hoher Berg bei Ober-Mossau, der den historisch überlieferten geografischen Namen "Lärmfeuer" trägt, erinnert an dieses System von Signalketten, das zur Warnung vor dem vorwiegend aus Westen heranrückenden Feind diente, da diese Feuert, zumal bei Nacht, weithin sichtbar waren. Diese Signalfeuer wurden auf den Bergkuppen angezündet, um Alarm zu geben, daher der Name "Lärmfeuer", um die Bevölkerung zu "alarmieren", eben um "Alarm zu schlagen".

Über die Geschichte dieser Lärmfeuer berichtet z.B. Heimatforscher Dr. Peter W. Sattler (Mossautal) jeweils am Lärmfeuer-Abend im Gasthaus-Hotel "Lärmfeuer" in Reichelsheim-Rohrbach. Er wird auch begründen, weshalb aus den ehemaligen Alarmfeuern jetzt Freudenfeuer geworden sind.

Lärmfeuer - Gefahr in der Luft!

Als im Odenwald die Gipfel rauchten Kommen Sie mit auf eine Zeitreise ins 17. Jahrhundert nach Ober-Mossau. Nach einem langen Arbeitstag auf dem Feld treten Sie den Heimweg von der Mossauer Höhe an. Da erkennen Sie dicke, schwarze Rauchschwaden, die von Westen her über den Mossaubach getragen werden. "Das Lärmfeuer!" schießt es Ihnen wie ein Blitz durch den Kopf. Die Luft ist bereits angefüllt mit dem beißenden Geruch von Brand und Rauch, und aus dem Tal hören Sie die anderen...

Lesen Sie den gesamten Auszug aus HAHL, M. (2006): "Drachenweg Mossautal. Die Entdeckung einer Landschaft."